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Wohnwagen Tisch

 Leider habe ich in den Tisch im Wohnwagen eine dicke Beule hineingehauen. Mir ist etwas heruntergefallen. Ich war echt erschrocken, wie empfindlich der Tisch ist. 

Lösungsvorschläge gab es einige:

  • Das Loch mit Sekundenkleber auffüllen, abschleifen und eine Folie darüber kleben
  • Von der Rückseite ein großes Loch bohren und die Beule von hinten drücken und dann mit Kleber auffüllen
  • Neuen Tisch vom Hersteller kaufen
  • Anbieter im Internet stellen einen nach meinen Vorgaben her
Diese Lösungen fand ich alle nicht so gut, entweder zu teuer, oder auch nicht besser als der aktuelle Tisch. Also habe ich mir meinen eigenen Tisch gebaut. So stabil wie ich mir einen Tisch vorstelle, aber nicht übermäßig schwer. 

Alten Tisch vermessen, Länge × Breite = 86 × 81 cm, Stärke = 30 mm, Radius-Klein = 15 cm, Radius-Groß = 30 cm. Bei Express-Zuschnitt habe ich mir die Platte fräsen lassen. Dazu muss man eine DXF Datei erstellen. Das habe ich mit Free-CAD gemacht, da Fusion 360 einen DXF Export in der freien Version nicht zulässt. 

Ich habe zwei Teile fräsen lassen, die Tischplatte in 12 mm und einen 5 cm breiten Streifen in 18 mm, somit komme ich wieder auf die 30 mm, die auch die originale Tischplatte hat. Die beiden Teile habe ich mit wasserfestem Holzleim verbunden. Dann habe ich noch zwei Stücke machen lassen, wo der Tisch dran befestigt wird. 

Der Tisch wurde mit Klarlack von Alpina 4-mal gestrichen, die Unterseite nur einmal. Zwischendurch habe ich die Platte immer wieder geschliffen. Zum Schluss mit 400er-Schmirgelpapier. 

Die alte Platte wiegt 4,5 kg
Die neue Platte wiegt 9,8 kg
Zusätzliches Gewicht = 5,3 kg

Für mich passt das, dafür habe ich eine sehr stabile Tischplatte, die auch was aushalten kann. 

Die beiden Einzelteile vor dem Verleimen

Noch sind die Teile nicht richtig ausgerichtet

Verleimt und fest gezwungen

Aus dem 3D Drucker habe ich mir die passenden Schablonen gemacht

Mit den Schablonen konnte ich alle Teile perfekt ausrichten

Die Kanten wurden mit der Oberfräse abgerundet, Radius = 6,35 mm 

Den Klarlack habe ich mit einer Rolle verteilt

Die Fertige Unterseite

Das Tischgestell ist auch schon wieder dran

Das Fertige Endergebnis 


Wigo Dachstangenabstützungam Wohnwagen

 Bei unserem LMC Style 530 E von 2022 habe ich das Problem das die hintere HELLA 2XS 008 479-011 Umrissleuchte im weg ist. Jeder hat da so seine eigene Lösung, ich habe es mit dem 3D Drucker gelöst. 

In der Facebook-Gruppe Wigo Rolli Freunde hat sich Lars mit seinem Vivo 530K gemeldet. Er hat dieselben Umrissleuchten. Aber seine sitzen auf einem Sockel. Wir haben dann remote über messen und Testdrucke für seinen Wohnwagen auch eine Druckdatei erstellt.

LMC Style 530 E Datei zum Drucken findet Ihr auf Printables
LMC Vivo 530 K Datei zum Drucken findet Ihr auf Printables 





(Style 530 E) Die aktuelle Version ist flacher und trägt somit weniger auf

(Style 530 E) Die Umrissleuchte ist bestens geschützt

Hier kann man die Umrissleuchte und die entsprechende Negativform sehen

Und die Leuchte passt perfekt in die Aussparung




Vivo 530 K 

Vivo 530 K

Vivo 530 K


Camping Union Lido – Italien

 Unser erster knapp dreiwöchiger Urlaub im neuen Wohnwagen. Als Ziel war Italien ausgerufen worden. Wir wollten nach 12 Jahren mal wieder am Mittelmeer im Sand liegen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Wir haben Italien vermisst, aber leider nicht das Italien gefunden, welches wir vor 12 Jahren zuletzt gesehen haben. 


Wenn wir an Italien denken, dann an die Region rund um Grosseto am südlichen Ende der Toskana. Dort haben wir das ursprüngliche Italien kennengelernt, so wie Italien für die Italiener ist. Camping Union Lido liegt in der Region Venedig – Jesolo. Die Region ist sehr deutsch, was man auch an den Besuchern des Campingplatzes merkt. Neun von zehn Gästen sind deutsch. Dementsprechend gibt es im Supermarkt deutsches Bier neben Leerdamer und Weihenstephan Jogurt. Zu Hause kaufen wir auch regional und das wollen wir Urlaub auch machen. Und selbstverständlich gibt es im Restaurant auch Schnitzel mit Pommes. Jeder spricht wie selbstverständlich deutsch.

Was für uns wirklich ungewöhnlich war, waren die gut ausgebauten Fahrradwege. Aber auch hier ist die Zeit ja nicht stehengeblieben. Aber an manchen Ecken muss man schon schmunzeln, wie die Radwegeführung so ist. Da wird der Radweg auch mal zu einem 60 cm breiten Pfad. Aber das Rad mitzunehmen kann man wirklich sehr empfehlen. Vor allem braucht man das Rad auf dem Campingplatz, da die Wege sehr weit sind. 

Nun noch ein paar Sätze zum Campingplatz. Den Platz habe ich vorab komplett bezahlt, trotzdem wurden uns die Ausweise abgenommen. Und vorab habe ich alle Daten online eingegeben, warum weiß ich nicht, den genutzt wurden die Daten nicht. Die sanitären Anlagen sind wirklich immer sehr sauber, auch wenn viel los ist. Beim Bäcker ist zwar immer eine lange Schlange, aber diese wird sehr schnell kürzer. 

Die Schlange vor dem Bäcker

Wir werden bestimmt nicht noch mal wiederkommen. Für Familien mit Kindern ist der Platz ein Traum. Der Strand ist klasse, mit sehr feinem Sand. Das Meer sehr flach und für Kinder bestens geeignet. Die Bademeister passen auf, dass nichts passiert. 

Der Strand ist am Abend leergefegt

Tolle Abendstimmung

Auf der Fahrradtour sieht man viele Kanäle, die auch regelmäßig genutzt werden



Starlink Internet - Mobil im Wohnwagen

Nach den ersten sieben Campingplätzen, die wir besucht, haben muss ich sagen, dass die Internetqualität auf den Campingplätzen sehr unterschiedlich ist. Es war wirklich alles dabei, von sehr gut auch in den Abendstunden bis absolut schlecht und nicht zu gebrauchen. Die Tendenz geht eher zu schlecht als zu gut.

Erste Alternative war ein O2 Mobilfunkvertrag, aktuell mit 40 GB. Problem ist nur, dass viele Campingplätze sehr ablegen sind, was ja auch gewünscht ist, und deswegen schlecht mit mobilem Internet versorgt sind. Ein Wechsel zur Telekom würde auch die Kosten wieder ganz schön nach oben treiben. Dazu kommt die Hardware, die ich anschaffen würde. Für mich käme nur eine Fritz!Box 5G infrage, dazu noch diverses anderes Zubehör wären Kosten in Höhe von ca. 650 – 700 €. Größter Schmerzpunkt dabei wäre, dass ich eine Antenne aufs Dach bauen würde, für die man ein Loch durchs Dach bohren müsste. 

Geplant sind ab nächstes Jahr längere Aufenthalte im Wohnwagen. Im Frühjahr 6 Wochen nach Südtirol und bestimmt nochmal zwei solcher 6 Wochen Aufenthalte. Beruflich bin ich ortsunabhängig, brauche aber gutes Internet. Und so habe ich mich für Starlink Internet entschieden. Starlink bietet seit einigen Monaten eine mobile Variante seines Tarifs an. Bis dahin konnte, man Starlink nur in der Nähe seiner Heimatadresse nutzen (im Radius von bis zu 30 km). Bei den Flatrate-Mobilfunk-Verträgen von Telekom und von O2 handelt sich im EU-Ausland nicht mehr um Flatrates. Der O2 Flatrate Tarif stellt im Roming 34 GB an EU-Datenvolumen zur Verfügung. Bei der Telekom sind das 58 GB. 

Preisliste Mobilfunknutzung im Ausland (Privatkunden)

Die Hardware von Starlink kostet 702 € (02/2022) und ein Monat mobiles Internet mit Flatrate kostet 100 €. Alles auch nicht günstig, aber als technikbegeisterter ITler musste ich das haben. Es war also nicht nur eine rationale Entscheidung. Den laufenden Vertrag kann man jederzeit pausieren. Die Restlaufzeit wird einem in der Vertragsverwaltung angezeigt, dort kann man dann auch den Vertrag wiederaufnehmen.

Der Aufbau könnte nicht einfacher sein. Auspacken, aufstellen und anschließen. Da kann man nicht viel falsch machen, alle Kabel sind so das sie nur auf eine Weise in den Router gesteckt werden können. Nach dem Anschluss ans Stromnetz stellt der Router ein offenes WLAN zur Verfügung. Sobald man damit verbunden ist, kann man einen eigenen Namen fürs WLAN und ein Passwort vergeben. Der Router startet dann neu und man kann sich mit dem eben erstellten WLAN (2,4 GHz & 5 GHz) verbinden. Die Antenne hat eigene Stellmotoren zur Ausrichtung und eine Heizung eingebaut. 

Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, dient die Starlink App als Tool zur Verwaltung des Routers und des Starlink Accounts. Über die App bringt man die Antenne auch wieder in seine Parkposition, um sie wieder im Karton zu verstauen. Falls man nach längerem Nichtgebrauch sich nicht mehr in seinem Account anmelden kann, hilft einmal deinstallieren und dann neuinstallieren. 

Die Geschwindigkeiten der Verbindungen zu unterschiedlichen Zielen war sehr unterschiedlich. Ich hatte Test-Downloads mit 5 MB/s und auch welche mit 150 KB/s. YouTube, Netflix, Amazon-Prime liefen ohne Probleme und flüssig. Ich denke das Strarlink noch einiges am Routing und Peering optimieren wird. Ausfälle von 1 bis 5 Sekunden wurden in der App angezeigt, habe ich aber nicht bei der Benutzung bemerkt. Das System optimiert sich gegen Abschattungen nach 12 Stunden automatisch, somit sollten kleine Ausfälle immer weniger werden. Eine Übersicht über die aktuelle Verteilung der Satelliten kann man sich auf der Homepage von satellitemap.space anschauen.

Das Paket mit den Abmessungen 62 × 37 × 27 cm (L × B × H) kam 4 Tage nach der Bestellung aus den Niederlanden per DHL bei mir an. Das ganze Paket wiegt 14 Kg.



Die Verpackung ist sehr gut und sehr stabil. Ich werde sie auch weiterhin für den Transport nutzen. Den Karton werde ich noch durch eine vernünftige Box ersetzten.

So sieht die Antenne fertig aufgebaut aus. Es sind über 20 Meter Anschlusskabel daran. Der Aluminiumfuß ist extrem stabil. Es befinden vier Löcher an den Füßen, damit der Fuß festgeschraubt werden kann.

Der Speedtest von Starlink

Speedtest von Ookla

Screenshot aus der Starlink App


Umbau LiFePo4 Akku

 Der Wohnwagen ist bestellt und soll mit einem Mover ausgestattet werden. Aber ich möchte keine AGM Batterie einbauen, sondern meine beiden LiFePo4 Akkus nutzen. Zusammen stellen sie gemessene 90 Ah zur Verfügung. Entgegen einer 95 Ah AGM Batterie, wo maximal 50 % besser nur 25 % genutzt werden sollen, sind 90 Ah ganz schön viel. Ich möchte auch mal für 4 – 5 Tage autark stehen.

Bisher habe ich die beiden Akkus als Stromquelle für meine Modellautos genutzt. Jetzt im Wohnwagen werden die Akkus mit einem Victron Blue Smart Ladegerät 17A 12V 230 Volt geladen. Dazu kommt je eine Sicherung mit aktuell 100 A und ein Smart BMC von DALY mit je 80 A. Ladegerät und BMC lassen sich per Bluetooth überwachen und einstellen.




Das ist die Victron App zur Überwachung und Konfiguration des Ladegerätes

Victron hat für LiFePo Akkus bereits die passende Kennlinie zum Aufladen an Board

Hier sieht man die DALY Smart BMS App, mit dem letzten Update passt auch die deutsche Übersetzung sehr gut


Hier sieht man die beiden schwarzen Sicherungshalter, die orange Befestigungsplatte kommt aus dem 3D-Drucker und ist aus ABS.

Hier die beiden Smart BMS mit entsprechenden Halterungen aus dem 3D-Drucker


Die Schrauben wurden mit Abdeckkappen versehen, um Raum für eine Siebdruckplatte zu schaffen, die als Abdeckung darauf kommt


Der Deckel hat noch zwei Griffe und ein Produktaufkleber mit den wichtigsten Informationen erhalten

So könnte das ganze Set-up aufgebaut aussehen


Schottland Fazit

Wir waren drei volle Wochen in Schottland. In dieser Zeit haben wir acht Campingplätze besucht. Wir waren immer zwischen 2 und 3 Nächte auf ...