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Sanwa MT4-S Vibration nachrüsten

Seit über einem Jahr nutze ich eine Sanwa MT4-S als Fernsteuerung für meine RC-Car Modelle. Ich bin sehr zufrieden und würde immer wieder eine Sanwa kaufen. Nachdem ich schon einige Erfahrung mit der Telemetriefunktion gesammelt habe, siehe auch Sanwa MT4-S und Telemetrie im Mugen MBX7-R, wollte ich die Warnhinweise nicht nur hören sondern auch fühlen.

Durch den Artikel von Stefan Koenecke bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, er war auch so nett mir einen Vibrationsmotor zu schenken. Danke Stefan! Man kann jeden Vibrationsmotor mit 3 Volt und maximal 150 mAh nutzen. Ich verzichte hier bewusst auf Details, den es sollten nur versierte Modellbauer dieser Anleitung folgen und diese wissen wo man solche Motoren kaufen kann.

Witziger weise kann man das Vibrieren über den Buzzer im Menü umgekehrt stärker oder schwäch einstellen. Volume 1 = stark und das Piepen ist leise, wenn man im Menü blättert. Volume 5 = schwach aber dafür ist das Piepen lauter, wenn man das Menü durchblättert.

Zuerst muss man die Funke zerlegen, dazu löst man alle Schrauben. Auch die des Bügels müssen gelöst werden, dabei muss man die Antenne durch den Bügel ziehen was alles kein Problem ist. Etwas schwieriger gestaltet es sich die Displayabdeckung zu entfernen. Mit einem dünnen Werkzeug kann man aber unter die Abdeckung gehen und diese vorsichtig abhebeln.

Es reicht aus die Displayabdeckung nur auf der Hälfte zu lösen die man auch abnimmt. Wenn man dabei vorsichtig vorgeht dann kann man den vorhandenen Kleber nutzen um die Displayabdeckung wieder festzukleben. Alternativ dazu entfernt man den gesamten Kleber und nimmt die Displayabdeckung ab und verwendet dünnes doppelseitiges Klebeband um die Displayabdeckung nach dem Zusammenbau wieder festzukleben.

Sobald das Gehäuse zerlegt ist sieht man alle Teile vor sich. Klar sollte sein das man einen passende Lötstation besitzt und mit dieser umzugehen weiß.

Gesamte Fuke zerlegt, Motor ist bereits eingebaut


Ich habe den Motor mit Shou Goo an einer der "rauen" Stellen eingeklebt. Während der Kleber getrocknet ist habe ich das Kabel abgestützt.

Detailansicht wo die Stromversorgung des Motors angelötet wird.

Sanwa MT4-S und Telemetrie im Mugen MBX7-R

Im Winter komme ich dazu mich mit den technischen spielereien auseinanderzusetzen die meine RC-Car Sachen so bieten. Ganz oben auf der Liste stand das Thema Telemetrie.

Mit Telemetrie ist gemeint das der Empfänger im RC-Car Informationen an den Sender zurück sendet. Im Normalfall werden die Signale zum Lenken und Gas geben nur von der Fernsteuerung gesendet und das wird schon irgendwo ankommen.

Ich habe mir einen RX-462 als Empfänger angeschafft. Diese verfügen über zwei Anschlüsse für Temperatursensoren einen Anschluss zur Akkuüberwachung und einen Anschluss für einen Drehzahlsensor. Die Sensoren sind beim RX-462 nicht dabei und müssen separat erworben werden.

Temperatur:
Ein Sensor habe ich am Motor angebracht, und einen am Regler. Das Kabel für den Sensor am Regler war zu kurz und musste verlängert werden. Dazu kann man jedes handelsübliche Kabel nehmen. Nur darauf achten das die Kabel verlötet werden und mit Schrumpfschlauch überzogen sind.

Akkuspannung:
Ich verwende zweimal 2S LiPos in meinem Mugen MBX7-R, das Anschlusskabel habe ich im Balanceranschluss des ersten Lipos angeschlossen und kann somit die Spannung einer Zelle überwachen. Bei einem Nitro-Modell würde man damit die Empfänger Spannung überwachen. Der Sensor hat nur ein Kabel und mit Plus-Spannung versorgt werden.

Drehzahl:
Ich verwende den optischen Drehzahlsensor von Sanwa mit der Nummer: 107A41061A. Diesen habe ich in der Abdeckung des Mitteldiffs angebracht. Auf dem Diff klebt ein weißer Streifen der das Signal im Drehzahlsensor auslöst. Einen passenden Platz zu finden war nicht so einfach.

Wenn alles passend eingebaut ist, kann man die Drehzahl des Mitteldiffs an der Funke ablesen. Um daraus die Motordrehzahl zu berechnen muss man das Übersetzungsverhältnis zwischen Motor und Hauptzahnrad kennen.

Bei mir sieht das aus wie folgt:
HZ : MR = X,Y
44 : 13 = 3,4

Bei einer Diff-Drehzahl von 10.350 min-1 ergibt sich eine Motordrehzahl von 35.190 min-1. Das kommt dem Maximum von 35.280 min-1 sehr nahe. Dieses Maximum ergibt sich aus der Akkuspannung multipliziert mit der KV-Angabe des Motors.

Bei mir sieht das aus wie folgt:
4,2 (Volt pro Zelle) * 4 = 16,8v
16,8v * 2100kv = 35.280 min-1

Wenn man jetzt die km/h sehen möchte muss man das Maß für zehn Messungen des Sensors angeben. Das geht am einfachsten wenn die Funke aus ist. Der Empfänger leuchtet dann grün, wenn gerade keine weiße Fläche vor dem Sensor ist. Sobald die weiße Fläche vor dem Sensor ist, geht die grüne LED am Empfänger aus.

Man stellt das Auto auf den Boden und schiebt das Auto so lange bis die grüne LED aus ist. Jetzt markiert man einen Reifen und den Boden, und schiebt das Auto so lange vorwärts bis der Sensor 10 Umdrehungen angezeigt hat. Also man muss die Impulse zählen. Dann wieder eine Markierung am Boden machen, und den Abstand zwischen der ersten und zweiten Markierung abmessen und in der Funke einstellen. Bei mir waren es 102cm.


Temperatursensor am Motor ist schon befestigt

Mit dem Drehmel ein Loch in die Diffabdeckung gemacht (1/3)

Mit dem Drehmel ein Loch in die Diffabdeckung gemacht (2/3)

Mit dem Drehmel ein Loch in die Diffabdeckung gemacht (3/3)

Ordentlich mit Kleber abdecken

Der weiße Streifen, bei dem der Drehzahlsensor ein Signal anzeigt

Verwendeter Kleber

Auch von unten vorsichtig Kleber auftragen

Schottland Fazit

Wir waren drei volle Wochen in Schottland. In dieser Zeit haben wir acht Campingplätze besucht. Wir waren immer zwischen 2 und 3 Nächte auf ...